Einmal träumte ich, ich sei ein Samenkorn. Ich schlummerte im Wiesengrund, keimte, wuchs nach oben und stieß mit dem Kopf gegen die Unterseite der neuen Autobahn.
Autor: Peter Loibl
Traum vom freudlosen Nachbarn
Einmal träumte ich, meinem Nachbarn eine Freude zu machen. Als er sich über diese nicht freute, machte ich ihm eine andere, über die er sich auch nicht freute. Aber ich gab noch lange nicht auf, machte ihm Freude nach Freude, bis ich aufgab und er sich freute.
Traum vom großen Wasser
Einmal träumte ich, das große Wasser zu beherrschen. Ich stand am Ufer und pinkelte ins Meer, beobachtete, wie der Horizont sich hob und der Himmel dahinter verschwand.
Zur Stelle
Warum haben es alle plötzlich so eilig? Es scheint, als wollten sie mich zurücklassen. Die, die vor mir sind, rennen davon, vergrößern ihren Vorsprung. Und die, die hinter mir sind, verkürzen ihren Abstand, schließen zu mir auf, überholen mich links und rechts. Keiner scheint das, worum es geht, versäumen zu wollen. Aber was ist das … Weiterlesen Zur Stelle