Nonnen verraten niemals ihre wahre Körbchengröße. Das weiß ich. Das weiß ich ganz sicher. Denn ich kenne sie. Ich kenne sie alle. Ich kenne alle Nonnen. Ich kenne sie vom Hören und Sagen. Und ich kenne sie auch vom Sehen. Ich kenne alle ihre Geheimnisse. Denn ich spüre ihnen nach. Und sie, die Nonnen? Spüren sie mir auch nach? Das weiß ich nicht. Und es ist mir auch egal. Ich mache trotzdem mit ihnen was ich will. Sie sollen spüren, was ich von ihnen halte. Und das darf jeder wissen. Jeder! Und was ist das, was Jeder über sie wissen will, über die Nonnen? Keine Ahnung. Das interessiert mich auch gar nicht. Weil Nonnen mir schnurz piep egal sind. Sie können mir alle den Buckel runter rutschen. Und warum das so ist, das muss ich nicht geheim halten. Denn wie es ist, so ist es. Nonnen sind – bääähhh! Sie gehören einer abartigen Organisation an. Alle Mitglieder dieses Vereins haben Käsefüße. Und das verstößt leider nicht gegen geltendes Recht. Man verzeiht es ihnen gewissermaßen. Sie dürfen sich praktisch alles erlauben. Jeder Schritt, den sie gehen, ist ein Schritt zu weit. Viele von ihnen riechen muffig. Nein, nicht nur viele. Sondern alle, ja, alle. Denn sie haben so etwas Leichenhaftes an sich, so eine Art von … so eine Art Verwesungsaura. Etwas, das mich anwidert. Ja, sie tun alles, um mich zu ärgern. Und ich bin sauer, sehr sehr sauer. Und deshalb kann ich sie nicht leiden. Das ist einfach so. So einfach ist das. Deshalb kann ich alle Nonnen gar nicht, nicht einmal geringfügig leiden. Ich kriege schon eine qualvolle Bedrückung, wenn ich auch nur eine einzige Nonne kaum fühlbar erahne. Warum das so ist? Wie schon gesagt: Ich habe nicht den blassesten Schimmer einer Ahnung. Fest steht aber, dass ich es weiß. Das heißt, dass ich es wissen könnte. Ich müsste es nur wissen wollen. Und ich sollte mich vielleicht einmal fragen, wie das weitergehen soll mit mir und Denen. Mit mir und mit allen Nonnen und mit ihrem Vorgesetzten, ihm Luden, dem Klerus. Ja, so ist das. Alle Nonnen sind, wo sie auch sind, fehl am Platz, so wie auch ihr Lude. Nonnen plus Lude sind überflüssig. Sie sind überflüssig und partiell unreinlich. Alle Nonnen haben Flecken – zum Beispiel Schweißflecken unter den Achseln. Und Klerus, der beäugt sie. Klerus beäugt alle Nonnen und ihre minderjährigen Kinder. Denn alle Nonnen haben nur einen einzigen Herrn. Und der ist von Beruf Seelenverwahrloser. Und dieser Kerl, ja, dieser Kerl heißt Klerus. Und sein Name stammt aus einem Schwarzen Loch von ganz dort oben, so einem Ding, das es gar nicht gibt. Dort hat er sich herausgewurschtelt. Klerus Ludius. Und alle Nonnen und Klerus passen zusammen wie ein Ei zum andern. Klerus verheimlicht sein Alter und ist viel viel älter als alle Nonnen zusammen. Alle Nonnen schätzen die von Ludius ihnen gegebenen Werkzeuge. Und alle Nonnen nutzen diese weidlich aus, so weidlich wie sie nur können. Nonnen sind peinlich, peinlicher, am peinlichsten. Nonnen verbreiten Fäulnis, Übelkeit und noch vieles mehr dieser Art. Sie gehören zum Teufel geschickt, zur Hölle mit allen Nonnen, zur Hölle mit ihren üblen Gerüchen. Nonnen verdünsten überall ihr nonneneigenes Gift und gefährden die mentale Gesundheit. Alle Nonnen sind Brechreiz erregend, ich orte sie mit all meinen Sinnen, wohin sie sich auch verkrümeln. Sie sind unnütze Kellerrasseln, sind charakterschwach, sind Feindinnen der Menschenehre, sind dumm, böse, hinterlistig, unfeministisch, dazu uneinsichtig, abgrundtief verlogen und niederträchtig – par excellence! Und Klerus, dieser Parasit, dieser Nonnenumschleicher, hält sie bei Laune, hält alle Nonnen für sich bei Laune. Denn Klerus ist der falscheste Freund und allerschlimmste Feind aller, ja aller Nonnen. Klerus ist ein Brocken des Erbrochenen und ein Schmiergeldeintreiber und ein Eunuch ohnegleichen. Alle Nonnen sind im höchsten Grad patriarchalisch. Nonnen sind nicht mal einen Rülpser und schon gar nicht einen Pfifferling wert, sie sind verbockt und intolerant und immer und immer wieder gänzlich oberflächlich und dazu noch verbissen und unwürdig. Nonnen sind sauarm an geistigen Reichtümern und steinreich an strotzenden Blödheiten und Gemeinheiten, ja sie sind, was ich immer wieder sagen muss, ungepflegt und gänzlich unappetitlich und unanständig und auch ganz und gar sittenwidrig und total unbrauchbar. Und ihrem scheinheiligen Klerus Ludius, dem gehn sie einfach am Steiß vorbei. Nein, Nonnen sind nicht wie allgemein angenommen wird großherzig, sind nicht trostspendend, nicht liebenswürdig, sie sind nur herzensfremd, nur insouverän, nur nichtssagend, sie sind nur süchtig nach Allem, was sie nicht haben und nicht können und nicht dürfen, sie sind bettelkleinlich und rachedurstig. Nonnen machen was sie wollen und was sie nie, nein, niemals ernstlich zuwege bringen werden, machen lieber alles kaputt als es zu reparieren geschweige denn zu heilen, sie sind gefühllos und blind für die Dinge des gefälligen ehrlichen Lebens. Alle Nonnen denken nur an sich selbst, obwohl sie gar nichts wissen, nicht das Allergeringste, sie wissen ja nicht einmal wer oder was oder wie sie selber sind, so sind sie nun mal. Nonnen sind abgebrüht, kaltherzig, stur, dickhäutig. Alle Nonnnen haben nicht einmal das allerwinzigste Helfersyndrom. Alle Nonnen gehören dorthin, wo es ihnen am schlimmsten geht. Ja, dorthin! Rauf mit euch! Ab …! Ab nach oben! Ab in den Himmel! Dort wartet schon Einer auf euch …