Einmal träumte ich, über meinen eigenen Schatten zu springen. Die Sonne schien mir auf den Hinterkopf. Vor mir auf dem Boden lag mein Schatten. Ich beugte meine Knie und sprang rückwärts unter der Sonne hindurch. Danach schien mir die Sonne auf die Stirn und mein Schatten war weg. Er lag jetzt hinter mir auf dem Boden. Wach geworden und wieder klaren Kopfes, begriff ich, was mir gelungen war und was auch Du begreifen solltest: Willst Du ein unüberwindliches Hindernis überwinden, so tue dies, indem Du Dich, rückwärts springend, von ihm entfernst.
Traum von der Überwindung des Unüberwindlichen
Veröffentlicht von Peter Loibl
Peter Loibl ist ein origineller saarländischer Autor von Prosa und szenischen Texten. Lebensdaten: zur Welt gekommen während der Evakuierung in Oberbayern. Ab 1945 in Saarbrücken. Nach der Volksschule 2 Jahre Handelsschule. Lehre als Bankkaufmann. Ausbildung zum Sportlehrer. Sportlehrer im Schuldienst. Vereinstrainer. Abitur auf dem 2. Bildungsweg. Psychologiestudium mit Diplomabschluss. Tätigkeiten als Psychologe (mit Kindern, Jugendlichen, Senioren und psychisch Kranken) Zeige alle Beiträge von Peter Loibl
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