Die Auseinandersetzung

Sie saßen auseinander, sie saßen einander gegenüber. Sie sahen einander an. Sie stachen einander mit ihren Blicken in die Köpfe. In ihren Gesichtern war keine Bewegung, ihre Gesichter waren starr. Bei ihm geschah es zuerst, dass sich eine Veränderung tat. Er fing an zu lächeln. Dabei senkte er seine Mundecken weiter und weiter nach unten. Er presste die Lippen aufeinander, so dass das Blut aus ihnen wich, sie immer dünner wurden und dünner. Sein Mund sah jetzt aus wie ein winziger Regenbogen, dem die Farben abhanden gekommen waren. Dann fand auch ihrerseits eine Veränderung statt. Ihr Gesicht zuckte ein wenig und dann mehr und mehr. Sie lachte, unhörbar, lauter und lauter, ohne dass er etwas hörte. Sie öffnete ihren Mund weiter und weiter. Sein bleicher Regenbogenmund krümmte sich tiefer und tiefer, dabei drang ein Wutpfiff durch seine gepressten Lippen. Sie lachte mit größer und größer werdendem Mund, ohne einen Laut. Ihr Kopf zitterte, ihr Körper vibrierte. Jetzt platzten seine Lippen auseinander, ein Schrei löste sich aus dem Loch seines Mundes. Sein Oberkörper schnellte nach vorne. Seine Faust schnellte nach vorne.

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